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Lebhafter Expertenaustausch

zu Polen 2008

und den aktuellen
deutsch-polnischen
Beziehungen

Berlin, 23. April 2008

Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland hatte ein volles Haus. Experten mit politischem Sachverstand hatten zahlreiche Gäste zum politischen Kolloquium angezogen. Zusätzliche Stühle mussten herbeigeschafft werden, ehe Prof. Dr. Hans Süssmuth den politischen Abend der Adalbert-Stiftung Krefeld und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde Berlin mit einem Auditorium von etwa 200 Gästen eröffnen und moderieren konnte. Der Vorsitzende der Adalbert-Stiftung führte mit der Frage in das Kolloquium ein, ob mit der Regierung von Donald Tusk ein Politikwechsel eingetreten sei, der ein Klima des Misstrauens von oben durch Vertrauensbildung ersetzt habe.

Władysław Bartoszewski, derzeit Staatssekretär in der Kanzlei des Warschauer Premiers und mehrfach Außenminister Polens, bezeichnete den Sieger der Wahl vom 21. Oktober 2007 Ministerpräsident Tusk als die beste Lösung. Er zeigte sich zugleich aber beunruhigt über eine umlaufende Pauschalmeinung. 2005 sei es nicht zuletzt wegen falscher Belehrungen durch den Westen zur Wahl von Premier Jarosłav Kaczyski gekommen. Dieser habe nur eineinhalb Jahre regiert, aber viel zerstört. „Tusk hat nicht den Stein der Weisen, ist aber ohne Zweifel der richtige Mann an der Stelle des Premiers. Konservativ und liberal, kein typischer Parteimann...

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